Bundeswehr raus aus Schulen

Salzgitter, 18. Februar 2026

Der Bundestagsabgeordnete Cem Ince kritisiert die anstehenden Besuche von Bundeswehroffizieren an Schulen in Niedersachsen scharf.

So ergab eine Anfrage der Abgeordneten Nicole Gohlke und der Fraktion Die Linke im Bundestag, dass zeitnah Besuche der Bundeswehr an der Goslarer Vicco-von-Bülow Oberschule und am Bad Harzburger Burgberg-Gymnasium geplant sind. Dazu kommentiert der niedersächsische Bundestagsabgeordnete Cem Ince: „Der Fakt, dass die Bundeswehr in Goslar plant, Schülerinnen und Schüler der achten Klassenstufe für den Dienst an der Waffe und den Krieg zu begeistern, halte ich für skandalös. Diese Besuche an Schulen sind Teil der umfassenden Militarisierung unserer Gesellschaft und gehören zurückgewiesen. Schulen müssen zivile Einrichtungen bleiben.“

Diesen Trend untermauern die Zahlen der Linksfraktion, die feststellen, dass sich in den letzten vier Jahren die Zahl der Besuche von Bundeswehroffizieren deutschlandweit von 2558 Besuchen im Jahr 2021 auf zuletzt 5527 Auftritte im Jahr 2025 mehr als verdoppelt haben. Besonders drastisch ist indes der Anstieg in Niedersachsen, wo sich die Besuche sogar innerhalb eines Jahres - von 2024 auf 2025 - von 139 auf 776 mehr als verfünffacht haben. 

„Statt Kriegstüchtigkeit brauchen junge Menschen in Niedersachsen vor allem zukunftsfähige Ausbildungsplätze mit guten Arbeitsbedingungen. Insbesondere mit Blick auf die großen Industriebetriebe in der Region, muss die Politik endlich die Rahmenbedingungen und die benötigten Investitionen bereitstellen, um den Umbau der Betriebe für eine klimaneutrale Zukunft zu bewerkstelligen“ so Ince.

Auch unterstreicht Ince: „Die Schülerinnen und Schüler selbst sind äußerst kritisch gegenüber der umfassenden Militarisierung. Sie selbst werden es sein, die im Zweifel in die Schützengräben geschickt werden und sie sind es, die sich diesen Entwicklungen widersetzen. Es freut mich, dass bereits jetzt an vielen Orten Niedersachsens am 5. März Schulstreiks gegen die Wehrpflicht angekündigt sind. Die streikenden Schülerinnen und Schüler haben unsere volle Solidarität.“

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